Weltweiter Nachfrageschub, getrieben durch Gesetzliche Vorgaben, ESG-Kriterien und Marktreife
EU-Plastikstrategie, US-Bundesstaatliche Verbote und beschleunigte APAC-Politikentwicklung
Vorschriften weltweit treiben Unternehmen mit beeindruckender Geschwindigkeit in Richtung biologisch abbaubarer Folien-Blasmaschinen. Nehmen wir als Beispiel die EU: Ihre Richtlinie zu Einweg-Kunststoffen aus dem Jahr 2021 zielt darauf ab, die Abfälle aus Kunststoffverpackungen bis 2030 um die Hälfte zu reduzieren; Hersteller haben daher praktisch keine andere Wahl, als auf umweltfreundlichere Alternativen umzusteigen. Auch in den USA haben Kalifornien und New York bereits bestimmte nicht kompostierbare Folien verboten, wodurch Unternehmen gezwungen sind, ihre Verpackungsstrategien neu zu überdenken. Auch im asiatisch-pazifischen Raum bewegen sich die Dinge rasch: Thailand stellte 2022 seinen „Plastic Waste Management Roadmap“ vor, während Indien strenge Regeln zur erweiterten Herstellerverantwortung (Extended Producer Responsibility, EPR) eingeführt hat, die Unternehmen für das Schicksal ihrer Produkte nach dem Verkauf verantwortlich machen. All diese Vorschriften schaffen erhebliche Geschäftschancen. Marktforschungsergebnisse deuten darauf hin, dass die Branche für kompostierbare Folien laut Transparency Market Research bis 2025 ein Volumen von 17,2 Milliarden US-Dollar erreichen könnte. Unternehmen müssen sich nun auf verschiedene Weise an die Vorgaben halten – darunter auch EPR-Programme, die bis 2025 fordern, dass 90 % aller Verpackungen entweder recycelbar oder kompostierbar sein müssen. Für Nichteinhaltung drohen empfindliche Geldstrafen, teilweise über 800 Euro pro Tonne nicht konformer Materialien. Zudem haben bereits 38 verschiedene Länder Importbeschränkungen für herkömmliche Kunststoffe eingeführt, was es zunehmend schwieriger macht, bei traditionellen Lösungen zu bleiben.
ESG-Berichterstattungsvorgaben zwingen Verpackungslieferanten zur Einführung biologisch abbaubarer Folienblasmaschinen
Umwelt-, Sozial- und Governance-Kriterien (ESG) bestimmen heute die Kapitalallokation; 75 % der institutionellen Anleger prüfen nachhaltige Verpackungslösungen (McKinsey 2023). Lieferanten stehen unter wachsendem Druck multinationaler Marken, Emissionsminderungen durch den Einsatz biologisch abbaubarer Folien nachzuweisen. Maschinen, die die Verarbeitung bio-basierter Kunststoffe wie PLA/PBAT ermöglichen, liefern messbare Verbesserungen bei zentralen ESG-Kennzahlen:
| ESG-Kennzahl | Konventionelle Maschinen | Biologisch abbaubare Folienblasmaschinen |
|---|---|---|
| Scope-3-Emissionen | +15 % Basiswert | 30–50 % Reduktion (Science Advances 2022) |
| Abfallumlenkung | < 10 % kompostierbar | 100 % Einhaltung industrieller Kompostierungsstandards |
| Risiko der Wasserverunreinigung | Hohe Freisetzung von Mikroplastik | Eliminierung innerhalb von < 180 Tagen |
Führende Verpackungslieferanten priorisieren diese Maschinen, um die Berichterstattungsstandards des CDP und der GRI zu erfüllen – wobei Transparenz über den Lebenszyklus die Haftung für Greenwashing um 40 % senkt (Carbon Trust 2023).
Umweltvorteile: Abfallreduktion und Kohlenstoffeffizienz
Kontrollierter Abbau im Boden und in Kompost im Vergleich zu anhaltender Mikroplastikverschmutzung
Filmblasmaschinen, die für biologisch abbaubare Materialien konzipiert sind, produzieren Verpackungsfolien, die sich innerhalb weniger Monate vollständig im Boden oder in industriellen Kompostieranlagen zersetzen. Nach der Zersetzung verbleiben hauptsächlich Wasser, etwas Pflanzenmaterial und nur sehr geringe Restmengen. Herkömmlicher Kunststoff ist jedoch völlig anders: Er zerfällt in mikroskopisch kleine Mikroplastikpartikel, die Hunderte von Jahren in der Umwelt verbleiben. Diese winzigen Partikel wurden laut einer Studie des Potsdamer Instituts aus dem Jahr 2023 bereits in 83 % des weltweiten Trinkwassers nachgewiesen. Die gute Nachricht ist, dass diese Maschinen mit natürlichen Harzen wie PLA und PBAT arbeiten, um die Ansammlung nicht biologisch abbaubarer Abfälle überall zu verhindern. Allein Deponien nehmen jährlich etwa 27 Millionen Tonnen Kunststoff auf – daher ist dies von großer Bedeutung. Über die reine Abfallreduktion hinaus passt diese Technologie perfekt in das Konzept einer Kreislaufwirtschaft. Sie hält Abfall aus unserer Umwelt fern und trägt gleichzeitig der weltweit wachsenden Nachfrage nach umweltfreundlichen Verpackungslösungen Rechnung.
Lebenszyklusanalyse: 30–50 % geringere CO₂e-Emissionen im Vergleich zur herkömmlichen LDPE-Folienproduktion
Lebenszyklusstudien zeigen, dass die Herstellung biologisch abbaubarer Folien die CO2e-Emissionen im Vergleich zu herkömmlichem, aus Erdöl hergestelltem Kunststoff um rund 30 bis 50 Prozent senkt. Für diese Verbesserung gibt es mehrere Gründe: Erstens verbraucht der Extrusionsprozess insgesamt weniger Energie und reduziert den Strombedarf um etwa 18 bis 22 Prozent pro Tonne produzierter Folie. Zweitens spielt die Herkunft des Ausgangsmaterials eine Rolle: Viele Unternehmen beziehen ihr Harz heute aus Rohstoffen wie Zuckerrohr, das während seines Wachstums Kohlenstoff aus der Luft entzieht, bevor es verarbeitet wird. Eine aktuelle Studie untersuchte die Umweltwirkung dieser biologisch abbaubaren Mulchfolien über ihren gesamten Lebenszyklus – von der Produktion in der Fabrik bis zum Abbau im Boden. Das Ergebnis war beeindruckend: Die klimarelevante Belastung lag um rund 40 Prozent unter derjenigen herkömmlicher Polyethylen-Produkte. Wenn Hersteller neben diesen umweltfreundlichen Materialien auch saubere Energiequellen einsetzen, steigen die ökologischen Vorteile deutlich an. Dieser Trend ist bereits in verschiedenen Regionen zu beobachten, da Unternehmen nach besseren Verpackungslösungen suchen, die unsere Umwelt nicht belasten.
Technische Enabler: Extrusionspräzision für PLA, PBAT und Bio-Blend-Kompatibilität
Temperatur-sensitive Schmelzverarbeitung und innovative Düsenkonstruktion
Das weltweit wachsende Interesse an biologisch abbaubaren Folien hat bedeutende Fortschritte bei der Maschinengestaltung für die Verarbeitung empfindlicher Materialien wie PLA (Polymilchsäure) und PBAT (Polybutylenadipat-terephthalat) vorangetrieben. Diese Polymere weisen spezifische Schmelzpunkte auf – etwa 160 bis 190 Grad Celsius für PLA und rund 125 bis 165 Grad Celsius für PBAT. Das Überschreiten dieser Temperaturbereiche führt in der Regel zu einer zu schnellen molekularen Zersetzung. Die Hersteller haben mehrere zentrale Verbesserungen entwickelt, um die Folienqualität zu gewährleisten. So verfügen beispielsweise viele Anlagen mittlerweile über mehrere Temperaturzonen entlang des Zylinders, um Überhitzungsprobleme zu vermeiden. Spezielle Mischkomponenten reduzieren Scherkräfte, die bei der Vermischung verschiedener biobasierter Materialien die Polymerstruktur beschädigen könnten. Einige Maschinen sind sogar mit computergesteuerten Düsen ausgestattet, die die Temperaturen über große Produktionsflächen hinweg auf weniger als ein halbes Grad genau konstant halten. Echtzeit-Überwachungssysteme passen die Ausgabe automatisch an, sobald sich die Viskosität ändert. All diese Merkmale tragen dazu bei, das Problem der ungleichmäßigen Folienstärke zu lösen, das frühere Generationen der biologisch abbaubaren Folienproduktion plagte, bei denen die Schwankungsbreite bis zu 15 bis 30 Prozent betragen konnte. Spitzenunternehmen ergänzen ihre Anlagen zunehmend durch Infrarot-Bildgebungstechnologie in Kombination mit intelligenten Algorithmen, um Kristallinitätsprobleme bei Produkten wie landwirtschaftlichen Mulchfolien und Lebensmittelverpackungsfolien zu erkennen und zu beheben. Eine aktuelle Studie aus dem Jahr 2024 zeigte, dass eine verbesserte Schmelzstabilität den Materialabfall um rund 22 Prozent senkt, ohne dabei die wichtigen Kompostierbarkeitsanforderungen gemäß der Norm ASTM D6400 zu beeinträchtigen.
Kommerzielle Einführung: Von Markenverpflichtungen zu den Fähigkeiten der Maschinenlieferanten
Wie führende FMCG-Marken vorgeben Biologisch abbaubare Folienblasmaschinen in ihrer Lieferkette
Viele Unternehmen der Branche für schnell umlaufende Konsumgüter fordern bei der Unterzeichnung ihrer Beschaffungsverträge zunehmend biologisch abbaubare Folienblasmaschinen – ein Bestandteil ihres Engagements, die Nachhaltigkeitsziele für 2025 zu erreichen. Eine kürzlich von Packaging Digest im Jahr 2023 durchgeführte Umfrage ergab, dass rund zwei Drittel der führenden Hersteller von ihren Lieferanten verlangen, über Maschinen zu verfügen, die diese speziellen PLA/PBAT-Mischungsmaterialien verarbeiten können. Der Grund hierfür? Verbraucher setzen sich stärker für umweltfreundliche Alternativen ein, und Regulierungsbehörden setzen strenge Fristen. Diese neuen Spezifikationen stellen Lieferanten vor erhebliche Herausforderungen: Die Maschinen müssen beim Einsatz von Biokunststoffen eine Dickenvariation von weniger als einem halben Prozent gewährleisten und zudem nahezu kontinuierlich mit einer Verfügbarkeit von rund 95 % laufen. Unternehmen, die ihre ökologische Bilanz mittels externer Zertifizierungen nachweisen können und zudem schnelle Wartungsleistungen anbieten, erhalten in der Regel bessere Konditionen. Bei der praktischen Inbetriebnahme dieser Systeme entscheiden letztlich drei wesentliche Faktoren über den Erfolg: Erstens muss die Ausrüstung optimal mit den eigenen, spezifischen Biopolymer-Formulierungen des Unternehmens kompatibel sein; zweitens sind die erforderlichen Genehmigungsunterlagen für den weltweiten Verkauf der Produkte sicherzustellen; und drittens ist ein Service-Team aufrechtzuerhalten, das innerhalb eines Tages auf auftretende Probleme reagieren kann. Diese Qualitätsmerkmale gewinnen zunehmend an Bedeutung – mehr noch als die reinen Anschaffungskosten – bei der Auswahl geeigneter Lieferanten.
FAQ
Was treibt die weltweite Nachfrage nach biologisch abbaubaren Folien-Blasmaschinen?
Die weltweite Nachfrage wird weitgehend durch strenge Vorschriften wie die EU-Richtlinie zu Einweg-Kunststoffen, US-Bundesstaaten-Verbote und strikte APAC-Richtlinien sowie durch steigende Anforderungen an die ESG-Berichterstattung seitens Marken und Investoren getrieben.
Welche Umweltvorteile bieten biologisch abbaubare Folien-Blasmaschinen?
Diese Maschinen tragen erheblich zur Abfallreduzierung und Senkung der CO2e-Emissionen bei. Sie produzieren Folien, die vollständig in natürliche Bestandteile zerfallen – im Gegensatz zu herkömmlichen Kunststoffen, die als Mikroplastik persistieren.
In welcher Hinsicht unterscheiden sich biologisch abbaubare Folien technisch von konventionellen Folien?
Biologisch abbaubare Folien erfordern präzise Extrusionstechnologien, um temperaturempfindliche Materialien wie PLA und PBAT zu verarbeiten, was eine vollständige Kompostierbarkeit ermöglicht.
Nehmen führende Marken biologisch abbaubare Folien-Blasmaschinen bereits ein?
Ja, zahlreiche FMCG-Marken geben diese Maschinen mittlerweile in ihrer Lieferkette explizit vor, um ihre Nachhaltigkeitsziele zu erreichen und auf Verbraucher- sowie regulatorische Anforderungen zu reagieren.
Inhaltsverzeichnis
- Weltweiter Nachfrageschub, getrieben durch Gesetzliche Vorgaben, ESG-Kriterien und Marktreife
- Umweltvorteile: Abfallreduktion und Kohlenstoffeffizienz
- Technische Enabler: Extrusionspräzision für PLA, PBAT und Bio-Blend-Kompatibilität
- Kommerzielle Einführung: Von Markenverpflichtungen zu den Fähigkeiten der Maschinenlieferanten
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FAQ
- Was treibt die weltweite Nachfrage nach biologisch abbaubaren Folien-Blasmaschinen?
- Welche Umweltvorteile bieten biologisch abbaubare Folien-Blasmaschinen?
- In welcher Hinsicht unterscheiden sich biologisch abbaubare Folien technisch von konventionellen Folien?
- Nehmen führende Marken biologisch abbaubare Folien-Blasmaschinen bereits ein?